Wir freuen uns über neue Nachwuchs-Berater*innen! Du wohnst in Berlin oder Umgebung und bist zwischen 16 und 27 Jahre alt? Du bist selbst lesbisch, schwul, bisexuell, pansexuell, asexuell, inter*, trans*, genderqueer, queer,… oder möchtest dich in keine Kategorie einordnen? Du hast Lust, bei uns mitzumachen und andere Jugendliche und junge Erwachsene zu beraten? Dann melde dich gerne!

Um bei uns mitzumachen, ist keinerlei Beratungsvorerfahrung nötig. Schrittweise werden wir auf unsere Tätigkeit vorbereitet und betreut; sowohl von erfahreneren Berater*innen als auch von hauptamtlichen Mitarbeiter*innen. Wir haben einmal pro Woche ein Teamtreffen, bei dem wir uns austauschen und Supervision erhalten.

Zwei- bis dreimal im Jahr fahren wir gemeinsam übers Wochenende zu einem dreitägigen Kommunikations- und Beratungsseminar, auf dem wir wichtige Grundlagen zur Gesprächsführung und Beratung erhalten und uns mit aktuellen Themen beschäftigen. Darüber hinaus lernen wir uns dabei natürlich besser kennen! 

Du willst wissen, was uns wichtig ist?

Aktuell sind wir dabei, unser Team umzustrukturieren. Das bedeutet, dass wir in der aktuellen Teamzusammensetzung viele ähnliche Erfahrungen haben, in welchen Bereichen wir diskriminiert werden und in welchen wir privilegiert sind (also nicht diskriminiert werden). Dass wir uns da so ähnlich sind, möchten wir ändern.  Konkret heißt das: Momentan ist unser Team überwiegend weiß.  Wir sind auch überwiegend nicht von Transmisogynie betroffen (Transmisogynie beschreibt die Diskriminierung und Abwertung von Transweiblichkeit und trans Frauen). Außerdem ist aktuell keine Person als inter* out (inter* bedeutet, dass sich der Körper nach medizinischen Normen nicht eindeutig als nur männlich oder weiblich einordnen lässt). Die meisten von uns studieren, einige kommen aus Familien, in denen vorher keine*r studiert hat. Die meisten haben keine (familiären) Migrationserfahrungen. Manche von uns machen Rassismuserfahrungen. Einige von uns sind chronisch krank und/oder haben unsichtbare Behinderungen. Es gibt viele nicht-binäre und/oder trans Personen im Team. Das ehrenamtliche Team ist vom Alter aktuell zwischen 20 und 27 Jahre alt. Wir sind ein neurodiverses Team (das heißt, es gibt z. B. autistische und nicht-autistische Teammitglieder und Leute mit oder ohne ADHS). Die meisten von uns haben Erfahrungen mit Sexismus und viele von uns kennen Schwierigkeiten mit Mental Health/psychischer Gesundheit.*

Dass viele Identitäten bei uns gar nicht oder sehr wenig vertreten sind, ist für uns ein Zeichen dafür, dass nicht alle die gleichen Möglichkeiten haben, bei uns mitzumachen. Das liegt auch daran, wer sich in welchen Gruppen sicher(er) und wohl(er) fühlen kann und wer befürchten muss, diskriminiert zu werden.

Weil wir manchmal mehr Menschen auf der Warteliste haben, als wir ins Team aufnehmen können, würden wir dann Menschen bevorzugt einladen, die Erfahrungen machen, die nicht viele oder keine der aktuellen Teammitglieder machen. Also Menschen, die z.B. Schwarz, of Colour, transweiblich, be_hindert, mit Migrationserfahrungen sind und/oder nicht studieren oder studiert haben.

Deshalb würden wir uns voll freuen, wenn du uns noch ein bisschen mehr über dich erzählen könntest. Auch gerne weitere Dinge, die dich ausmachen, die wir hier nicht aufgezählt haben. Das ist aber natürlich keine Pflicht. Entscheide du gerne, womit du dich wohlfühlst.

Wir wollen aber nicht einfach nur Leute ins Team holen, die bestimmte Teil-Identitäten haben, sondern arbeiten auch an anderen Stellen daran, das Team zu verändern:

Seit Anfang 2021 beschäftigen wir uns viel damit, wie wir mit Diskriminierung innerhalb des Teams umgehen wollen. Dazu entwickeln wir einen Leitfaden, wie mit diskriminierenden und verletzenden Situationen umgegangen werden kann, bilden uns gegenseitig zu diskriminierender Sprache/ diskriminierendem Verhalten weiter und üben, bei Diskriminierung einzugreifen.

Außerdem bilden wir uns regelmäßig durch Workshops von Expert*innen, die nicht Teil des Teams sind, zu verschiedenen Formen von Diskriminierung weiter.

Wenn du bei in&out mitmachen willst, ist es deshalb wichtig, dass du bereit bist, dich gemeinsam mit dem Team (weiter) mit Diskriminierung zu beschäftigen und auch Energie dafür mitbringst, weil das oft auch schwierig, unbequem und/oder anstrengend sein kann.

Hast du noch Fragen? Wir freuen uns auf deine Mail!

*Dieser Textabschnitt ist in gemeinsamer Erarbeitung mit dem Team entstanden und wird regelmäßig aktualisiert. Menschen können die genannten Begriffe unterschiedlich für sich verwenden, einige Begriffe können sich für manche auch überschneiden. Manchmal haben wir die privilegierte Position benannt (also z.B. „weiß“) und manchmal die Position, die im Team nicht so viel vertreten ist und/ oder marginalisiert ist (z.B. „chronische Erkrankung“ und „unsichtbare Behinderung“).