Das vergangene Wochenende hat ein Teil des In&Out-Teams an einem schönen See in Brandenburg verbracht. Dort haben wir uns mit verschiedenen Themen rund um die Beratungsarbeit beschäftigt: Am ersten Abend gab es ein langes Gespräch über unser neues Chatberatungsprojekt, das im Juni gestartet ist. Wir haben uns darüber unterhalten, wer aus dem Berater_innen-Team Lust hat, selbst per Chat zu beraten, aber auch, was dafür nötig ist. Daher waren wir besonders froh, dass unser neuer Mitarbeiter, Finn Lorenz, der seit 1. Juni das Chatberatungsangebot aufbaut, spontan gleich mitfahren konnte.

Am zweiten Tag haben wir eine neue Methode zur Besprechung von Beratungen ausprobiert. Sie heißt „Reflecting Team“ und ermöglicht uns als Team, genau hinzugucken, was den Ratsuchenden wichtig ist, und was für die Berater_innen relevant sein könnte in einem Beratungsprozess. Außerdem haben wir uns mit dem Thema Stress und Burnout-Prävention beschäftigt, denn überall, wo Leute mit viel Engagement dabei sind, kann es Momente geben, wo man auch mal überfordert ist von den vielen Dingen, die man im Leben machen möchte. So ist Stress auch bei uns im Team immer wieder mal Thema.

Abends haben wir uns dann verschiedene Youtube-Videos von deutschen und internationalen Vloggern angeschaut, die zu LGBT-Themen arbeiten. Das war besonders spannend, weil viele von uns dadurch neue Informationen erhalten haben. Vielleicht können solche video-blogs auch für die Beratungsarbeit nützlich sein.

Am Sonntag hat uns ein_e externe_r Referent_in die Auseinandersetzung mit dem Thema „Coming-out-Narrative“ ermöglicht. Darunter wird verstanden, dass von Menschen im Coming-out häufig bestimmte Coming-out-Verläufe erwartet werden. Auch beim Gucken der Youtube-Videos fiel auf, dass einige Sätze bei fast allen Personen fielen. Für uns als Berater_innen ist es wichtig, zu hinterfragen, ob und wann solche Coming-out-„Normen“ hilfreich für Ratsuchende sein können oder eher nicht.

Neben den ganzen Seminar-Inhalten gab es zum Glück auch Zeit, das gute Wetter zu genießen, mal in den See zu springen, oder die Füße hineinzustrecken. Und die Abende haben wir – wie eigentlich jedes Mal – mit spannenden Spielen, wie Werwolf verbracht.

Danke an alle, die dabei waren!