Heute am 10. September ist internationaler Suizid-Präventionstag. Gemeinsam mit vielen anderen Organistionen waren wir heute am Brandenburger Tor in Berlin, um darauf aufmerksam zu machen, dass jährlich ungefähr 600 junge Menschen Suizid begehen.

Mit unserer Präsenz wollten wir thematisieren, dass die Suizidrate bei LGBTIQ Jugendlichen deutlich höher ist als im Durchschnitt der Altersgruppe. Dies hängt damit zusammen, dass viele Jugendliche Angst vor Diskriminierung haben oder bereits Diskriminierung erleben, z.B. weil strukturell meist nur heterosexuelle und cisgeschlechtliche Lebensweisen und Identitäten sichtbar sind. Daher hatten wir Schilder dabei mit den Sprüchen „Homophobie kann tödlich sein“ und „Trans*feindlichkeit kann tödlich sein“. Außerdem verteilten wir Flyer mit folgendem Inhalt:

Aktuelle Studien zeigen: Die Suizidrate bei schwulen, lesbischen und bisexuellen, aber auch bei trans*, genderqueeren und inter* (lgbtiq) Jugendlichen ist um ein vielfaches höher als der Durchschnitt bei jungen Erwachsenen. Aufgrund gesellschaftlicher Unsichtbarkeit und Diskriminierung fühlen sich viele lgbtiq Jugendliche mit ihren Gedanken und Erfahrungen allein gelassen. Auch viele Hilfseinrichtungen bieten den Betroffenen häufig nicht die nötige Unterstützung.

Werden sie dagegen in ihrem Erfahrungen ernst genommen und unterstützt, können die eigenen Identitäten als Bereicherung und als Stärke erlebt werden.

Wir fordern daher:

  • Sichtbarkeit von lgbtiq Lebensweisen und Identitäten, z.B. in den Medien, in Schulbüchern!
  • Qualifizierte Beratung und Gruppenangebote in den Städten und auf dem Land!

Was kannst du tun?

  • Sprich mit deinem Umfeld über lgbtiq Lebensweisen und Identitäten!
  • Schreite ein bei diskriminierenden Bemerkungen, auch wenn sie angeblich lustig sein sollen.

Mehr Infos unter www.lambda-bb.de

Beratung unter www.comingout.de